Tinnitus: So stellt der Arzt die Diagnose

Bei einer Frau mit Tinnitus wird der Schweregrad anhand verschiedener Hörtests ermittelt

Wenn Du an einem Tinnitus leidest, solltest Du einen Facharzt aufsuchen, der eine gründliche Diagnose durchführen kann. Das ist vor allem wichtig, um die genaue Ursache für die Ohrgeräusche herauszufinden. Doch welcher Arzt ist für die Diagnose eines Tinnitus zuständig? Und was untersucht der Mediziner genau? Wir erklären es Dir.

Was möchtest Du genauer erfahren?

Welcher Arzt stellt die Diagnose Tinnitus?

In der Regel ist der HNO-Arzt der erste Ansprechpartner bei Tinnitus. Dieser klärt zunächst ab, ob eine Erkrankung der Ohren vorliegt. Gibt die Tinnitus-Diagnose allerdings Hinweise auf andere Auslöser oder Begleiterkrankungen wie

  • Fehlstellungen oder Verspannungen der Halswirbelsäule,
  • Probleme mit Zähnen oder Kiefergelenken,
  • internistische Grunderkrankungen (beispielsweise Herz-Kreislauf-Probleme),
  • psychische Erkrankungen (Burnout, Depression) oder
  • neurologische Krankheiten (wie Multiple Sklerose),

verweist der HNO-Arzt möglicherweise auch an Kollegen eines anderen Fachgebiets.

Folgende Experten kommen unter anderem infrage:

  • Zahnarzt
  • Orthopäde (Facharzt für Erkrankungen des Bewegungsapparats)
  • Internist (Experte für innere Erkrankungen)
  • Psychotherapeut/Psychiater (spezialisiert auf die Behandlung psychischer Störungen)
  • Neurologe (zuständig für Erkrankungen des Nervensystems)
  • Radiologe

Wann solltest Du bei Tinnitus zum Arzt gehen?

Wenn der Tinnitus beispielsweise nach einem Konzertbesuch auftritt, ist es durchaus wahrscheinlich, dass er nach einigen Stunden wieder von selbst verschwindet. Halten die Ohrgeräusche aber länger an, ist es ratsam, einen HNO-Arzt für die genauere Tinnitus-Diagnose aufzusuchen.Unsere Arztsuche kann dabei unterstützen den geeigneten Experten zu finden und einen Arzttermin zu vereinbaren. 

Tinnitus-Diagnose: Diese Untersuchungsmethoden sind möglich

Eine umfassende Diagnose ist wichtig, um zum einen den Ursachen für den Tinnitus auf die Spur zu kommen. Denn die genaue Diagnostik stellt die Grundlage einer späteren Tinnitus-Behandlung dar. Zum anderen ist sie unverzichtbar, um bestimmte Auslöser als Grund für die Beschwerden (wie zum Beispiel Durchblutungsstörungen oder einen Tumor im Gehörgang) auszuschließen. Dem Arzt stehen verschiedene diagnostische Mittel zur Verfügung:

Anamnese – unverzichtbarer Bestandteil der Tinnitus-Diagnose

Das Patientengespräch (auch Anamnese genannt) steht bei jeder Diagnosestellung an erster Stelle und bildet den Ausgangspunkt für anschließende körperliche Untersuchungen. Folgende Fragen gehören zur Tinnitus-Diagnose auf die Agenda beim Arzttermin:

  • Wann trat der Tinnitus zum ersten Mal auf?
  • Begann der Tinnitus sehr plötzlich oder eher schleichend?
  • Gab es einen Auslöser (z.B. Knalltrauma)?
  • Tritt der Tinnitus nur auf einem Ohr oder beidseitig auf?
  • Wie ist die Tinnitus-Charakteristik (eher pulsierend oder konstant)?
  • Schwankt die Intensität im Laufe des Tages?
  • Tritt der Tinnitus nur bei absoluter Stille auf?
  • Übertönt der Tinnitus andere Geräusche?
  • Lässt sich der Tinnitus durch bestimmte Maßnahmen zur Selbsthilfe (wie Entspannungsübungen) selbstständig reduzieren?
  • Verändert sich der Tinnitus aufgrund von bestimmten Kopfhaltungen oder Bewegungen?
  • Werden die Geräusche durch körperliche Anstrengung (Sport) beeinflusst?
  • Besteht das Gefühl, allgemein schlechter zu hören?
  • Lassen sich Störungen des Gleichgewichts feststellen?
  • Was ist mit Schwindelbeschwerden?
  • Nimmt der Tinnitus bei Stress zu?
  • Werden regelmäßig Medikamente eingenommen? Und wenn ja, welche?
  • Kam es in letzter Zeit zu Verletzungen am Ohr?
  • Gab es einen Unfall?
  • Sind Herz-Kreislauf- oder Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes oder Bluthochdruck bekannt?
  • Wie sehr beeinträchtigt der Tinnitus den Alltag?

Durch die Beantwortung der Fragen kann der Mediziner schon erste Rückschlüsse auf die Art des Tinnitus und denkbare Ursachen ziehen. Auch die Lärmbelastung im Alltag ist für den Experten ein wichtiger Anhaltspunkt.2

Tipp

Damit Du als Patient auf alle Fragen eine umfassende Antwort parat hast, ist es sinnvoll, dass Du Dich auf den Arzttermin vorbereitest. Du kannst Dir einige Tage vor der Diagnose zum Beispiel Notizen zu Intensität, Dauer und möglichen Auslösern Deiner Tinnitus-Beschwerden machen. Mit diesen 12 Fragen aus dem Tinnitus-Fragebogen lässt sich der Schweregrade Deines Tinnitus einschätzen.

Tinnitus-Diagnostik: Was beinhaltet die HNO-ärztliche Untersuchung?

Im Anschluss an das Anamnesegespräch erfolgt eine ausführliche körperliche Untersuchung, um die Tinnitus-Diagnose einzugrenzen. Sie beinhaltet vor allem eine Ohrmikroskopie: Mithilfe dieses speziellen Geräts betrachtet der Mediziner die äußeren Gehörgänge und das Trommelfell genau und erkennt unter Umständen bestehende Auffälligkeiten (Fremdkörper, Entzündungen).3 Zudem untersucht der HNO-Arzt die Nasennebenhöhlen und den Rachenraum mittels einer Nasopharyngoskopie.

Des Weiteren kann der Fachmann mithilfe verschiedener Hörtests unter anderem Frequenz-, Lautstärken- und Sprachhörfähigkeit des Betroffenen ermitteln.4 Zur exakten Tinnitus-Diagnose stehen in der HNO-Praxis weitere Untersuchungsmethoden zur Verfügung: Die Tympanometrie, um die Funktionsfähigkeit der Gehörknöchelchen zu überprüfen, sowie die Hirnstammaudiometrie zur Messung der Hörnervleitgeschwindigkeit.5 Tinnitus-Untersuchungen ermöglichen eine nähere Bestimmung der Herkunft und Art Deiner Ohrgeräusche und erlauben so eine zielgerichtete Verordnung notwendiger Therapien durch den Facharzt.

Du kannst Dir unter den verschiedenen Untersuchungen zu wenig vorstellen? Kein Wunder bei den vielen Fachbegriffen. Wir erklären Dir die wichtigsten Verfahren zur Tinnitus-Diagnose genauer.

Subjektive Hörtests bei Tinnitus

Die Audiometrie – so nennen Mediziner den Hörtest – ist am bekanntesten. Doch auch hier gibt es schon eine mannigfache Vielfalt. Den subjektiven Verfahren ist gemeinsam, dass der Patient in der Lage sein muss, über sein Hörvermögen Auskunft zu geben.6 Die Unterteilung der Hörtests in subjektiv und objektiv hat folglich nichts mit den gleichnamigen Bezeichnungen der Tinnitus-Arten zu tun.

Wissenswertes  zu den Tinnitus-Arten

Hörtests bei Tinnitus: Mit Flüstern und Stimmgabel ans Werk

Der HNO-Arzt prüft in der Hörweiten- beziehungsweise Sprachabstandsprüfung das Hörvermögen.7 Dafür flüstert oder spricht er Worte in verschiedenen Entfernungen vom Patienten. Mit der Stimmgabelprüfung klärt er ab, ob eine Schwerhörigkeit in Folge einer Störung der Schallempfindung oder einer fehlerhaften Schallleitung auftritt. Die Stimmgabel – aufgesetzt an verschiedenen Stellen des Kopfes – zeigt an, ob die Knochenleitung beider Ohren funktioniert (Weber-Versuch). Der Rinne-Versuch vergleicht die Luftleitung und Knochenleitung eines Ohres.

Tinnitus-Diagnose: Ton- und Sprachaudiometrie

Der uns oftmals bekannte Hörtest – die Audiometrie – bewertet das Hörvermögen in verschiedenen Frequenzbereichen. Das Audiometer (Testgerät) sendet dazu elektroakustische Signale. Bei der Hörschwellenmessung (Tonaudiometrie) hört die Person mit Tinnitus während des Hörtests Töne in unterschiedlichen Höhen. Die Töne werden immer leiser, bis die Hörschwelle eintritt, an dem sie den Ton gerade noch wahrnimmt. Nach dem ähnlichen Prinzip verläuft die Sprachaudiometrie. Statt Tönen nennt das Audiometer mehrsilbige Zahlen oder einsilbige Wörter in verschiedenen Lautstärken. Bei einer Schallleitungsschwerhörigkeit kommt die akustische Information schwächer an. Hört der Betroffene das Wort oder die Silben nur unvollständig oder falsch, leidet er unter einer Schallempfindungsstörung.8  Missverständnisse im alltäglichen Miteinander sind so vorprogrammiert. Die Sprachaudiometrie hilft auch bei der exakten Anpassung eines Hörgeräts.

Ärztin führt mit einem Tinnitus-Patienten eine Audiometrie durch, um die richtige Diagnose zu erstellen.
Zu einer ausführlichen Tinnitus-Diagnose zählt ein Hörtest am Audiometer dazu.

Matching: Spezielle Untersuchungsmethode bei Tinnitus

Um die subjektive Lautstärke und Tonhöhe des Rauschens im Ohr zu bestimmen, kann der HNO-Arzt ein Tinnitus-Matching durchführen.9 Der Test findet ähnlich wie der gängige Hörtest am Audiometer statt. Auch hier ist die Mithilfe des Tinnitus-Patienten zur Diagnosefindung gefordert. Er hört über Kopfhörer verschiedene Töne und Geräusche so lange, bis er sein typisches Ohrenklingeln entdeckt. Anschließend versucht der Arzt, die Frequenz auf Tonhöhe des empfundenen Ohrgeräuschs einzustellen. Im letzten Schritt geht es darum, die Lautstärke zu ermitteln. 

Tinnitus-Matching stellt keine neutrale Messmethode dar, da es auf der persönlichen Bewertung der Testperson beruht.

Tinnitus -Matching: Wichtig zu wissen

Diese Tinnitus-Untersuchung gehört nicht zum Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen. Erfrage die möglichen Kosten direkt bei Deinem HNO-Arzt und erkundige Dich vorab bei Deiner gesetzlichen oder privaten Krankenversicherung nach einer möglichen Kostenübernahme.

Tinnitus-Masking: Untersuchungsmethode und Behandlungsverfahren in einem?

Die Untersuchungsmethode spielt sowohl bei der Tinnitus-Diagnose wie auch in der Therapie eine Rolle. Beim Tinnitus-Masking stellt die Fachkraft mittels Hörtest fest, ob es mögliche Tonhöhen gibt, welche die Ohrgeräusche beim Tinnitus Betroffenen verdecken.10 Das Maskieren der Geräusche machen sich Mediziner auch therapeutisch zunutze. Tinnitus-Masker sollen das unangenehme, stete Klopfen, Rauschen oder Klingeln im Ohr verschleiern. Der wissenschaftliche Wirknachweis in der Tinnitus-Behandlung fehlt jedoch.11 

Alles zur Tinnitus-Behandlung

Gleichgewichtsprüfungen bei Tinnitus

Auch eine Gleichgewichtsstörung kann eine Ursache für den Tinnitus sein. Daher gehört eine Abklärung zur Tinnitus-Diagnose dazu.12 Eine einfache Gleichgewichtsprüfung ist das Stehen auf einem Bein mit geschlossenen Augen. Ebenfalls ohne Hilfsmittel lässt sich der Tretversuch nach Unterberger durchführen, bei dem der Patient ein bis drei Minuten mit geschlossenen Augen auf der Stelle marschiert. Auffällig ist das Testergebnis, wenn er sich bei 50 Schritten um mehr als 45 Grad dreht.13 Beim Zeigeversuch hält die Testperson mit geschlossenen Augen beide Arme waagerecht vor ihren Körper und versucht, mit ihrem Zeigefinger ihre Nasenspitze zu berühren.

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Welche objektiven Hörtests gibt es?

Die Tympanometrie und die Hirnstammaudiometrie gehören zu den objektiven Hörtests bei Tinnitus.14 Während bei den subjektiven Verfahren die aktive Mitarbeit des Patienten erforderlich ist, kann er sich bei den objektiven Methoden zurücklehnen. Er muss nichts aktiv beisteuern. Dafür wird es noch etwas technischer.

Tympanogramm: Die Beweglichkeit des Trommelfells im Visier der Tinnitus-Diagnose

Der Name des Verfahrens kommt vom Begriff Tympanon, der die Paukenhöhle direkt hinter dem Trommelfell bezeichnet. Bei einem eingeschränkt beweglichen Trommelfell befindet sich häufig Flüssigkeit an dieser Stelle im Ohr. Bei der Tympanometrie misst der Hörgeräteakustiker oder Mediziner den Druck im Mittelohr und damit die Beweglichkeit des Trommelfells.15 Das Tympanogramm ist das grafisch dargestellte Ergebnis der Messung und hilfreich zur Abklärung bei Tinnitus.

Dafür legt der Gehörspezialist eine Sonde im äußeren Gehörgang ein und erzeugt Unter- und Überdruck sowie einen Ton. Die unterschiedliche Luftdrucksituation im Ohr bewirkt eine Spannung des Trommelfells sowie eine Veränderung der Gehörknöchelchen. Diese kleinsten Knochen des Körpers sind für die Schallweiterleitung ins Innenohr zuständig. Das Tympanogramm zeichnet die gemessenen Luftdruck-Veränderungen auf, anhand dessen der HNO-Arzt die Beweglichkeit des Trommelfells bei Tinnitus beurteilt. Die Messung erfolgt vollautomatisch, der Patient bleibt passiv während der Durchführung. Die Tinnitus-Untersuchung kann etwas unangenehm sein – doch zur Beruhigung: Die Erstellung eines Tympanogramms ist im Regelfall nicht schmerzhaft.

Hirnstammaudiometrie und Tinnitus– hier geht es um den Hörnerv

Wenn das Gehirn Hörreize verarbeitet, entstehen Nervenreaktionen. Diese lassen sich mit der Hirnstammaudiometrie auch bei Tinnitus untersuchen. Mediziner nennen das Verfahren auch kurz BERA, abgeleitet von der englischen Bezeichnung „Brainstem Electric Response Audiometrie“.16 Sie setzten die Hirnstammaudiometrie besonders bei einseitigem Tinnitus mit Hörminderung ein.17

Vergleichbar mit einer Hirnstrom-Messung zeichnet das Gerät die elektrischen Signale auf, die über den Hörnerv das Gehirn erreichen. Dem Patienten werden dafür drei bis vier Elektroden am Kopf befestigt. Diese messen die Wahrnehmung der Töne im Gehirn. Für die Untersuchung legt sich der Patient hin und hört über einen Kopfhörer laute, kurze Klickgeräusche auf einem Ohr, während ein Ohrstöpsel das andere schalldicht abschließt. Ein Computer nimmt die erfassten elektrischen Signale auf und wertet sie aus. Die Hirnstammaudiometrie dauert maximal 60 Minuten.18  Erkrankungen des Hörnervs kann der Fachmann mit der Hirnstammaudiometrie bei Tinnitus erkennen oder ausschließen.

Nasopharyngoskopie bei Tinnitus

Bei einer Spiegelung des Nasen-Rachen-Raums, der Nasopharyngoskopie, stellt der Facharzt fest, ob die Umgebung des Ohrs krankhaft verändert ist. Das können Entzündungen, Schwellungen, Schleimhautgeschwüre, Missbildungen, Tumore oder Fremdkörper sein.

HNO-ferne Verfahren: Weitere Instrumente für die Tinnitus-Diagnose

Zum Ausschluss anderer Erkrankungen und zur exakten Diagnosestellung bei Tinnitus können neben dem Patientengespräch und der HNO-ärztlichen Untersuchung – wenn nötig – weitere Diagnostikmethoden zum Einsatz kommen. Zum Teil führen sie Ärzte aus anderen medizinischen Fachbereichen durch.

Denkbar sind zum Beispiel:19, 20

  • Computertomografische Aufnahme (CT) des Kopfes, zur Untersuchung von anatomischen Auffälligkeiten des Ohres.
  • Magnetresonanztomografie (MRT, Kernspintomografie), welche dem Ausschluss von Veränderungen im Gehirn als Grund für die Ohrgeräusche dient.
  • Ultraschalluntersuchung (Dopplersonografie) und Röntgenaufnahme der hirnversorgenden Arterien, zur Erkennung von möglichen Durchblutungsstörungen im Gehirn.
  • Labortests (Blutuntersuchung) zur Abklärung von Begleiterkrankungen wie rheumatologischen, hormonellen oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die womöglich zu einem Tinnitus beitragen.

Weiterhin kann eine Untersuchung des Kiefers und des Kauapparats im Rahmen der Tinnitus-Diagnosestellung angebracht sein. Auch eine psychologische und neurologische Beurteilung ist unter Umständen sinnvoll, um psychische Erkrankungen wie eine Depression ausfindig zu machen.

Wie helfen HNO-ferne Therapeuten bei der Tinnitus-Diagnose weiter?

Insbesondere bei bestehenden Begleiterkrankungen, hoher Belastung und chronischem Verlauf des Tinnitus kann eine erweiterte Diagnostik angebracht sein.21

Eine begleitende Depression, Angststörung oder andere psychische Probleme erfordern eine Anpassung und Ergänzung der Tinnitus-Behandlung. Denn die Erkrankungen erschweren den Umgang mit dem Tinnitus sowie dessen Heilung. Für die Abklärung psychischer Beeinträchtigungen und zur Krankheitsbewältigung ist die Beratung bei einem Tinnitus-erfahrenen Psychosomatiker, Psychiater oder Psychotherapeuten ratsam. Kontaktiere Deine HNO-Praxis und frage nach bestehenden Kooperationen. Das lohnt sich für alle Patienten, denn eine moderne kognitive Verhaltenstherapie wird als Behandlung bei Tinnitus empfohlen.22 Die Kalmeda Tinnitus-App wurde auf Basis einer kognitiven Verhaltenstherapie von HNO-Ärzten und Psychologen entwickelt. So können Betroffene bequem von zu Hause aus eine leitlinienkonforme Therapie beginnen, deren hohe Wirksamkeit klinisch belegt ist.

Personen mit Ohrgeräuschen leiden häufig unter begleitenden Schmerzen in der Halswirbelsäule, Schultern sowie des Kauapparats.23 Bei Verdacht auf eine dahinterliegende Muskel- oder Gelenkfunktionsstörung ist der Orthopäde Dein richtiger Ansprechpartner. Wenn Mediziner einen Einfluss der Muskeltätigkeit auf Deine Tinnitus-Symptomatik bestätigen, kann auch Physiotherapie das Pfeifen, Piepen oder Summen im Ohr zum Schweigen bringen oder zumindest abmildern.

Sind Erkrankungen von Herz, Kreislauf oder Stoffwechsel mögliche Ursachen oder liegt eventuell eine rheumatische Krankheit vor, ist eine Untersuchung verschiedener Blutparameter notwendig. Dazu zählen zum Beispiel Rheumafaktoren oder Blutzucker- und Fette.24  Die Blutuntersuchung sowie Blutdruckmessung kann ein Hausarzt oder Internist durchführen.

Die Vorteile der Kalmeda Tinnitus-App auf einen Blick:

  • einzige mobile, kognitive Verhaltenstherapie bei Tinnitus
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  • von HNO-Ärzten und Psychologen entwickelt und dauerhaft als Medizinprodukt (DiGA ) zugelassen

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