Digitale Therapie bei chronischem Tinnitus: Praxis-Erfahrungen

Chronischer Tinnitus stellt Betroffene wie Behandelnde gleichermaßen vor Herausforderungen. Zwar empfiehlt die S3-Leitlinie "Chronischer Tinnitus" die kognitive Verhaltenstherapie (KVT) als bevorzugten Behandlungsansatz, doch lange Wartezeiten und ein Mangel an Therapieplätzen erschweren häufig eine zeitnahe Versorgung. Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA), die auf KVT beruhen eröffnen hier neue Möglichkeiten: Sie ermöglichen einen frühen Therapiebeginn und lassen sich flexibel in den Praxisalltag integrieren. Die einzige DiGA zur Reduktion der Belastung bei chronischem Tinnitus auf Basis von KVT ist derzeit die von HNO-ärztlicher und psychologischer Expertise entwickelte Tinnitus-App Kalmeda.

Medizin Report aktuell

Wie der Einsatz in der Praxis konkret aussieht, erläutern der Hals-Nasen-Ohren-Arzt Dr. Lothar Bleckmann und der Allgemeinmediziner Dr. Alexander Grebe im Medizin-Report. Sie berichten aus ihrer täglichen Praxis, wie sich eine KVT-basierte DiGA einsetzen lässt, worauf es bei der Einführung ankommt und welche Entlastung die digitale Therapie sowohl für Patienten als auch für das Behandlungsteam bringt. Zudem geben sie Einblicke, wie eine leitliniengerechte, digitale Unterstützung helfen kann Versorgungslücken zu schließen und therapeutische Maßnahmen schneller verfügbar zu machen.