Studie belegt: Kalmeda senkt Tinnitusbelastung und Komorbiditäten erheblich

Mit der digitalen Gesundheitsanwendung (DiGA) Kalmeda steht Tinnituspatienten die einzige kognitive Verhaltenstherapie (KVT) bei chronischem Tinnitus als App zur Verfügung. Die Wirksamkeit von Kalmeda konnte bereits in einer randomisierten Studie nach dreimonatiger Nutzungsdauer belegt werden1. Nun zeigen neue Daten, dass eine Anwendung von Kalmeda über neun Monate die Wirksamkeit der digitalen Intervention bei chronischem Tinnitus weiter verstärkt und auch Komorbiditäten wie Depressionsneigung, Stressempfinden und Selbstwirksamkeit deutlich verbessert.

Studie zur Wirksamkeit

In der prospektiven, randomisierten, kontrollierten Studie wurde die Wirksamkeit von Kalmeda bei 187 Patienten mit chronischem Tinnitus über einen Zeitraum von drei Monaten untersucht. Die Ergebnisse dieser ersten Studienphase wurden bereits 2023 publiziert und zeigen eindrucksvoll die Wirksamkeit von Kalmeda bei der Reduktion der Tinnitusbelastung und assoziierter Komorbiditäten nach drei Monaten1. In der Langzeitbeobachtungsphase setzten 95 Patienten die digitale Tinnitus-Therapie für eine Behandlungsdauer von insgesamt neun Monaten fort2. Nach jeweils drei und neun Monaten Nutzung von Kalmeda haben die Teilnehmer ihre Tinnitusbelastung (Tinnitusfragebogen; TF), Stressempfinden (Perceived-Stress-Questionnaire 20; PSQ-20), Depressionsneigung (Patient-Health-Questionnaire-9; PHQ-9) und der Selbstwirksamkeit (Fragebogen Selbstwirksamkeit-Optimismus-Pessimismus in Kurzform; SWOP-K9) anhand von validierten Fragebögen bewertet.

Bereits nach 3 Monaten wirksam 

Bereits nach drei Monaten verringerte sich der TF-Gesamtscore von 38,46 auf 25,97 Punkte (p < 0,001) (Abb. 1). Das entspricht einer Reduktion von 12,5 Punkten für die ersten drei Monate. Studienteilnehmer der Interventionsgruppe berichteten sowohl über eine signifikant niedrigere Depressionsneigung als auch über ein signifikant geringeres Stresserleben.

Verbesserung der Tinnitusbelastung

Signifikante Reduktion der Tinnitusbelastung über 9 Monate

Bei fortgesetzter Anwendung über neun Monate sank der TF-Gesamtscore weiter auf 19,98 Punkte, was einer Gesamtreduktion von -18,5 Punkten entspricht (Abb. 1)2
Besonders hervorzuheben ist, dass der Anteil der Patienten mit einem Therapieansprechen (definiert als klinisch relevante Verbesserung Δ ≥ 6,65 Punkte) von 68 % nach drei Monaten auf 80 % nach neun Monaten stieg2. Insgesamt zeigten die Ergebnisse mit einer berechneten Effektgröße (Cohen’s d) von 1,2 bzw. 1,4 nach drei und neun Monaten einen starken Therapieeffekt durch Kalmeda, welcher mit dem anfänglichen Schweregrad korrelierte und besonders bei Patienten ausgeprägt war, die stark von chronischem Tinnitus betroffen waren2

Positive Effekte auf tinnitusassoziierte Komorbiditäten

Neben der deutlichen Reduktion der Tinnitusbelastung zeigte die langfristige Nutzung von Kalmeda® auch positive Effekte auf die wesentlichen Komorbiditäten wie Stressempfinden, Depressionsneigung sowie beeinträchtigte Selbstwirksamkeit, die mit chronischem Tinnitus assoziiert sind. Der Behandlungsunterschied war unabhängig von Geschlecht und Alter der Patienten, sowie von der Dauer des Tinnitus.

Verbesserung des Schweregrads nach 3 bzw. 9  Monaten

Schlussfolgerung

Die gute Nachricht für Tinnitus-Patienten: Es können bereits nach 3 Monaten starke Erfolge erzielt werden. Am Ball bleiben lohnt sich – Betroffene profitieren insbesondere von einer langfristigen Anwendung der Therapie, die über 3 Monate hinaus geht2.

  Kalmeda 3 Monate Kalmeda 9 Monate
Δ Tinnitusbelastung (TF) -12,5 (p=0,001) -18,5 (p=0,001)
Therapieansprechen 65 % 80 %
Effektgröße (Cohen’s d) 1,2  1,4

Quelle für die Tabelle: 2


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